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Durchstarten im Internet: Web 2.0
Der Siegeszug des sog. "Web 2.0" begann mit dem Aufkommen der ersten Anwendungen, die es Benutzern erlauben eigene Inhalte zu veröffentlichen. Auch ohne großes technisches „Know-How” werden damit die Internetnutzer selbst zu "Anbietern".
Blogs
Zu den inzwischen breit etablierten Diensten gehören die Web-Logs, kurz Blogs, in ihrer Gesamtheit auch als Blogosphäre bezeichnet. Darunter werden online geführte, öffentlich einsehbare Tagebücher oder Journale verstanden. Deren Betreiber ("Blogger") veröffentlichen ihre Beiträge meist chronologisch oder thematisch. Ein typisches Kennzeichen des Blogs ist die Subjektivität der Darstellung. Es werden meist Aspekte des eigenen Lebens und Meinungen zu spezifischen Themen erörtert.
Dialog mit dem Leser
Einzelne Beiträge können in Form von "Permalinks" weitergegeben, verlinkt oder innerhalb eines RSS-Feeds veröffentlicht werden. Oft ist es dem Besucher möglich direkt Kommentare zu einzelnen Artikeln abzugeben. Diese erscheinen dann zusammen mit dem Eintrag auf der gleichen Seite, entweder sofort oder nach Freischaltung durch den Blogger.
Social Media
Soziale Online-Netzwerke wie Facebook, StudiVZ und XING sind ebenfalls Formen der erweiterten und ausgereifteren Nutzung des Internet. Hier geht es zunächst um das Knüpfen von Kontakten: zu Freunden, Bekannten, Kollegen, Geschäftspartnern, aber auch zu Menschen, die sich räumlich und zeitlich weit außerhalb des alltäglichen Wirkungskreises befinden.
Für den Austausch von Kurznachrichten, Fotos, Links, usw. sind die eigenen Freunde stets nur einen Mausklick entfernt, egal wo auf der Welt sie wohnen und was diese gerade machen.
Crowdsourcing
Ebenfalls einen festen Platz im Web 2.0 haben sich Mitmach-Projekte erobert, wie Wikipedia oder OpenStreetMap. Hier arbeiten viele Menschen, geographisch voneinander getrennt, zusammen an einem Projekt. Beitrag und Zeitaufwand jedes Einzelnen mögen dabei sehr klein sein, in der Summe ergibt sich ein nicht zu unterschätzendes Potenzial, wie es die Online-Enzyklopädie Wikipedia bereits eindrucksvoll bewiesen hat.
Media-Sharing-Plattformen
Neuartige Formen der Mediennutzung haben sich mit spezialisierten Portalen wie YouTube, MyVideo, Picasa und Flickr etabliert. Hierbei geht es um den schnellen Austausch von Multimedia-Inhalten. Ihre Stärke spielen diese Plattformen mit den technischen Möglichkeiten des Internet aus, wie Kommentar-/Notizfunktion, Gründung von Themengruppen und Spartenkanälen (Podcasting), sowie das Verlinken der eingestellten Inhalte von externen Internetseiten ("Backlinks"). Mit der Verbreitung der mobilen Endgeräte (Smartphone, TabletPC, PDA) wurde es zusätzlich möglich multimediale Inhalte von diesen Geräten direkt und zeitnah auf solche Medienplattformen hochzuladen.
Social Bookmarking
Funktion und Nutzen von Lesezeichen (Synonyme sind "Favoriten" bzw. "Bookmarks"), wie sie jeder handelsübliche Internetbrowser zur Verfügung stellt, dürften den meisten Internetnutzern bekannt sein. Inzwischen gibt es Online-Dienste, die diese Technik mit den Vorteilen des Web 2.0 verknüpfen. Die "Social Bookmarks" werden nicht mehr lokal, sondern online auf einer zentralen Plattform wie del.icio.us, Digg oder Mister Wong abgelegt. Der Zugriff auf diese Lesezeichen erfolgt ebenfalls online. Daraus ergeben sich zwei Vorteile: eigene Lesezeichen können zum einen von unterwegs abgerufen werden, zum anderen ist es möglich, diese Links im sozialen Netzwerk mit anderen zu teilen.
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