Das Interview

Wichtiges Instrument der Pressearbeit

von pbs am 22.08.2011 - 06:00  

Spontaneität gefragt: Wer auf der Straße um ein Interview gebeten wird, kann sich i.d.R. nicht darauf vorbereiten.

Die Situation: eine Redaktion ruft an und bittet um ein Interview. Auch hier gilt: mit der richtigen Vorbereitung gelingt es dieses wichtige Instrument der Öffentlichkeitsarbeit wirkungsvoll für sich zu nutzen.

Informationen über den Interviewer

  • Warum möchte die Redaktion ein Interview?
  • Wie arbeitet die Redaktion?
  • Welche Kenntnisse zum Thema hat der Interviewer bereits?

Interviewthema

  • Wie lautet die präzise Themenstellung?
  • Welche konkreten Inhalte sollen abgefragt werden?
  • Wie möchte der Jornalist seine Informationen veröffentlichen? (z.B. als Reportage, als Kurzbericht oder als Radiomeldung)

Die richtigen Interviewpartner

  • Möchte der Journalist zum Thema eine Reportage machen, kann es sinnvoll sein, im Team oder innerhalb der Organisation nach weiteren Praktikern/Experten/Verantwortlichen oder Betroffenen zu suchen, die als Interviewpartner in Frage kämen.
  • Wenn Betroffene interviewt werden, müssen deren Persönlichkeitsrechte geschützt werden. Mit welchen Antworten könnte der Betroffene sich evtl. selbst schaden?
  • Wenn Kinder befragt werden, müssen die Eltern einer Veröffentlichung zustimmen. Rechtlich auf der sicheren Seite ist man hier mit einer Zustimmung in Schriftform.

Auswahl der Informationen

  • Wichtige Fakten, statistische Daten und Zahlen sollten beim Interview griffbereit vorliegen.
  • Wie brisant ist das Thema? Was darf der Interviewer auf keinen Fall erfahren? Mit welchen Aussagen können gefährliche Aspekte des Themas umschifft werden?
  • Konkrete (Fall)-Beispiele kommen meistens gut an. 
  • Zur Vorbereitung genügen schriftlich notierte Stichworte.
  • Eine Pressemappe mit wichtigen Informationen erleichtert dem Journalisten die Nach-Recherche von Fakten und hilft spätere Nachfragen vermeiden.

Sich überzeugend präsentieren

  • Vorformulierte oder gar abgelesene Antworten wirken schnell gekünstelt und wenig authentisch
  • Wer ohne Schachtelsätze, ohne Fremdworte oder Fachbegriffe auskommt, wird vom Leser, Zuschauer oder Zuhörer besser verstanden.
  • Sollten Fachbegriffe unvermeidlich sein, können diese gerne erläutert werden.
  • Zu lange Antworten wirken schnell ermüdend. Besser eignen sich präzise, kurze Antworten auf die Fragen.
  • Jeder Satz sollte eine neue Information enthalten. 
  • Auch provokative oder suggestive Fragen sollten sachlich beantwortet werden.
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